Verbandsgeschichte

Unsere Geschichte

 

Die Oberwalliser Unihockeymeisterschaft (OUM) entwickelte sich zwischen 2005 und 2025 von einer kleinen regionalen Freizeitliga zu einer festen Grösse im Oberwalliser Breitensport. Die Liga wurde gegründet, um Spielern aus dem Oberwallis eine organisierte Meisterschaft ausserhalb des offiziellen nationalen Ligabetriebs von Swiss Unihockey zu bieten. Besonders für Hobbyspieler, ehemalige Vereinsspieler oder Teams aus Dörfern und Firmen entstand damit eine Plattform, auf der regelmässig Wettkämpfe ausgetragen werden konnten.

In den ersten Jahren befand sich die OUM noch in einer Aufbauphase. Die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften war relativ überschaubar, und viele Teams bestanden aus Freunden oder Spielern aus einzelnen Gemeinden. Besonders Teams aus Regionen wie Brig, Naters oder Visp prägten die frühe Liga. In dieser Zeit etablierte sich die Meisterschaft als beliebter Winterwettbewerb, der neben dem offiziellen Ligabetrieb stattfand und eine starke lokale Identität entwickelte.

Zwischen etwa 2008 und 2011 erlebte die Liga ein deutliches Wachstum. Immer mehr Mannschaften meldeten sich an, sodass die Liga schliesslich in mehrere Spielklassen unterteilt wurde. So entstanden eine Gruppe A als höchste Liga sowie weitere Gruppen wie B und C mit Auf- und Abstiegsregelungen. Gleichzeitig wurde das Wettbewerbsformat professionalisiert. Neben der regulären Saison wurden auch Playoffs eingeführt, in denen die besten Teams den Meistertitel untereinander ausspielten. Dadurch gewann die Meisterschaft an Spannung und sportlicher Bedeutung.

In den Jahren zwischen 2012 und 2015 entwickelte sich die OUM zu einer festen Institution im Oberwalliser Sportleben. Die Anzahl der Teams stieg zeitweise auf über dreissig Mannschaften. In dieser Phase traten auch mehrere Mannschaften hervor, die über längere Zeit hinweg zu den stärksten Teams gehörten. Besonders die Embd Devils etablierten sich als eines der erfolgreichsten Teams der Liga und konnten mehrere Meisterschaften gewinnen. Daneben gehörten auch Mannschaften wie Old Boys Naters oder UHC Pfynland regelmässig zu den Spitzenteams. Viele Spieler dieser Mannschaften waren oder sind gleichzeitig in regionalen Vereinen aktiv, etwa beim UHC Naters-Brig oder bei den Visper Lions, wodurch das sportliche Niveau der Liga kontinuierlich anstieg.

Die Jahre zwischen 2016 und 2019 gelten als eine sportliche Hochphase der OUM. Die Qualität der Spiele nahm weiter zu, und die Meisterschaft war von mehreren starken Teams geprägt. Zu den bedeutendsten Mannschaften dieser Zeit gehörten neben den Embd Devils auch die Blacknosesheep Naters, die sich zunehmend als ernsthafte Titelanwärter etablierten. Im Jahr 2019 gelang ihnen schliesslich der Gewinn der Meisterschaft, nachdem sie sich im Final der Playoffs gegen die Embd Devils durchsetzen konnten. Diese Phase war durch intensive Finalserien und eine ausgeglichene Konkurrenz an der Spitze geprägt.

Wie viele Sportligen war auch die OUM von der COVID-19-Pandemie betroffen. In den Jahren 2020 und 2021 kam es zu Unterbrechungen, verschobenen Spieltagen oder verkürzten Saisons. Teilweise mussten Spiele abgesagt werden oder ganze Meisterschaftsphasen konnten nicht wie geplant durchgeführt werden. Trotz dieser Schwierigkeiten blieb das Interesse an der Liga bestehen.

Nach der Pandemie erholte sich die OUM wieder und setzte ihre Entwicklung fort. Zwischen 2022 und 2025 traten neue Mannschaften der Liga bei, wodurch sich das Teilnehmerfeld erneut vergrösserte. Beispiele dafür sind neue Teams aus verschiedenen Gemeinden des Oberwallis, etwa aus Eyholz. Gleichzeitig wurden vermehrt Nachwuchsspieler in die Liga integriert, sodass auch Juniorenteams oder junge Spieler aus regionalen Vereinen erste Wettkampferfahrungen sammeln konnten. Die Struktur mit mehreren Spielklassen und Playoffs blieb bestehen und sorgte weiterhin für eine klare sportliche Hierarchie innerhalb der Liga.

Insgesamt hat sich die Oberwalliser Unihockeymeisterschaft in den zwanzig Jahren zwischen 2005 und 2025 zu einer wichtigen Plattform für den regionalen Unihockeysport entwickelt. Sie verbindet Freizeit- und Vereinssport, bietet eine Wettkampfmöglichkeit für Spieler unterschiedlicher Leistungsstufen und stärkt gleichzeitig den Zusammenhalt zwischen verschiedenen Gemeinden des Oberwallis.